Freitag, 21. Februar 2014

Testleser gesucht!

Für meinen neuen Roman suche ich derzeit Testleser. :)

Titel: Wächter der Erinnerungen

Untertitel: Das Band der Freundschaft

Genre: Fantasy

Umfang: ca. 180 Normseiten

Klappentext: Seit dem Tod seiner Mutter ist Kevin verängstigt und still. Wegen seiner zurückgezogenen Art ist er in der Schule ein Außenseiter und wird gehänselt. Nur Daniel schließt mit ihm Freundschaft. In den Weizenfeldern am Rande der Stadt erfährt Daniel von Kevins Gabe, die zugleich sein Fluch ist: Er sieht das Grauen, das die Menschen nach dem Tod erwartet.

Dies ist die Geschichte zweier Jungen, die einer dunklen Macht entgegentreten.



„Das Band der Freundschaft“ ist der erste Teil des Romans. Am Ende des Buches findet ihr eine Vorschau auf den zweiten Teil, der voraussichtlich Mitte des Jahres erscheinen wird.

Wenn ihr Lust habt, mir bei den letzten Schliffen zu helfen und ein Vorab-Exemplar erhalten möchtet, schreibt mir einfach eine Mail an: simon.geraedts@gmail.com.
Bitte teilt mir auch das gewünschte E-Book-Format mit (mobi, ePUB oder PDF).

Natürlich schicke ich euch gern auch nur eine Leseprobe.


Entstehung:

Die Idee zu der Geschichte kam mir, als ich 17 war. Mich hat die Frage beschäftigt, was nach dem Tod mit uns geschieht, wohin wir gehen und was uns erwartet. Ich stellte mir einen großen Kreislauf vor, der alles in geordneten Bahnen hält. Inspiriert hat mich damals Goethes Gedicht „Gesang der Geister über den Wassern“, insbesondere die erste Strophe:

Des Menschen Seele
Gleicht dem Wasser:
Vom Himmel kommt es,
Zum Himmel steigt es,
Und wieder nieder
Zur Erde muss es,
Ewig wechselnd.

Im Laufe der Jahre entwickelte ich einen Weltentwurf, den ich immer wieder überarbeitete, bis mir alles stimmig erschien. Um eine spannende Geschichte daraus zu machen, überlegte ich mir, was diese Ordnung gefährden könnte. Mir schwebte eine finstere Macht vor, die im Jenseits heraufzieht und das kosmische Gefüge zu vernichten droht. Ich erfand Hüter der Ordnung – die Wächter der Erinnerungen –, die der Bedrohung entgegentreten. Doch der wahre Held der Geschichte sollte ein unscheinbarer Junge sein, der eine unermessliche Kraft in sich trägt. Ihm habe ich einen Gefährten zur Seite gestellt, aus dessen Sicht die Handlung erzählt wird. So wurde es die Geschichte einer besonderen Freundschaft, von der das Schicksal der Welt abhängt.

Beinah sechs Jahre habe ich an dem Roman geschrieben. Als er endlich fertig war, war er sprachlich noch unausgereift und mit einem Umfang von knapp 600 Seiten ein wahrer Wälzer. Insofern ist es wenig überraschend, dass ich von den Verlagen, an die ich mich damals gewandt habe, nur Standardabsagen erhielt und das Manuskript erst einmal in der Schublade blieb.

Als ich von Amazons Kindle Direct Publishing erfuhr, das Autoren die Möglichkeit bietet, ihre Texte ohne Verlag als E-Book zu veröffentlichen, habe ich meinen Roman dort im letzten Jahr hochgeladen. Allerdings in der unveränderten Rohfassung, so wie ich ihn in jungen Jahren geschrieben hatte. Das erste Feedback fiel entsprechend schlecht aus; viele Leser haben nach wenigen Seiten abgebrochen und – zu Recht – die handwerklichen Schwächen kritisiert. Nach kurzer Zeit zog ich die Veröffentlichung zurück, um das Manuskript massiv zu überarbeiten. Inhaltlich gab es nicht allzu viel zu tun, da die Geschichte sehr sorgfältig ausgearbeitet war. Doch sprachlich habe ich den Roman über viele Monate generalüberholt. Etliche Adjektive, Adverbien, Füllwörter und anderer Ballast fielen dem Rotstift zum Opfer; zahlreiche Passagen habe ich gestrichen oder neu geschrieben. Am Ende war das Manuskript um mehr als ein Drittel kürzer und sprachlich kaum noch wiederzuerkennen.

Nun besteht das Buch aus klaren Sätzen und kann handwerklich mit der sehr positiv aufgenommenen „Heilanstalt“ mithalten. Außerdem habe ich beschlossen, den Roman aufgrund seines großen Umfangs in zwei Bänden herauszugeben. Dies hat sich ohnehin angeboten, da die Geschichte von Anfang an als Zweiteiler konzipiert war. Somit habe ich keinen künstlichen Schnitt gemacht, sondern bin der ursprünglichen Struktur gefolgt. Trotz der sorgfältigen Überarbeitung lege ich Wert auf eine Test-Leserunde, da vermutlich noch ein paar Fehler stehen geblieben (oder neue entstanden) sind.

Für eure Hilfe wäre ich sehr dankbar! :)

Euch allen ein schönes Wochenende und liebe Grüße!


Simon


Sonntag, 16. Februar 2014

Schreiben als Handwerk - Rechtschreibung und Zeichensetzung

Heute wollte ich eigentlich über Füllwörter, Adjektive und Speech Tags schreiben. Aber bevor ich auf den Stil eingehe, möchte ich zunächst ein Thema behandeln, das für das Schreiben als Handwerk von grundlegender Bedeutung ist: Rechtschreibung und Zeichensetzung.

Wenn man einen Text der Öffentlichkeit vorstellt, sollten eine fehlerlose Rechtschreibung und saubere Orthographie selbstverständlich sein. Doch das ist leider fernab der Realität, wie immer wieder zu beobachten ist. Im Zeitalter des Self-Publishings kann sich jeder selbst zum Autor erklären und ohne Verlag seine Werke herausgeben. Grundsätzlich betrachte ich diese Entwicklung positiv: Die Literaturlandschaft erlebt eine nie dagewesene Vielfalt; nicht nur potenzielle Bestseller, sondern auch Nischentitel stehen zur Auswahl. Der Markt befindet sich im Umbruch und bietet neue Möglichkeiten. Viele Talente, die früher unentdeckt geblieben wären, haben nun Gelegenheit, sich auch ohne Verlag einen Namen zu machen.

Die Schattenseite des Self-Publishings, in dem es keine professionellen Verlagslektoren als „Gatekeeper“ gibt, ist die niedrige Textqualität vieler Veröffentlichungen. Der Indie-Markt wird von Titeln überschwemmt, die vor Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehlern nur so strotzen. Den meisten Autoren ist nicht einmal bewusst, dass ihr Werk schon wegen seiner katastrophalen Text-Oberfläche unzumutbar ist. Neulich habe ich eine besonders schlimme Buchvorstellung auf Facebook in einem Kommentar kritisiert. Das mache ich normalerweise nicht, aber bei diesem Beitrag lief es mir kalt den Rücken herunter, und ich wollte den Autor vor sich selbst schützen, ehe die Wölfe ihn zerreißen. Die Vorstellung war durchgängig in Großbuchstaben verfasst, voller Rechtschreibfehler und ohne ein einziges Komma.

Mein Kommentar lautete: „Großbuchstaben tragen nicht dazu bei, dass ein Text besonders lesbar ist. Sie wirken eher aufdringlich und störend. Außerdem ist deine Buchvorstellung voll von Schreibfehlern und ohne ein einziges Komma. Das macht keinen guten Eindruck, und schon aus diesem Grund verspüre ich wenig Lust, mir dein Buch näher anzuschauen. Vielen anderen dürfte es ähnlich gehen.“

Kurz darauf kam die Antwort: „Wen es stört soll es überlesen….sorry aber auf so dummi kommis hab ich herzlich wenig lust….“

Von den abermaligen Fehlern und der mangelhaften Ausdrucksweise abgesehen, hat mich diese Einstellung schockiert: „Wen es stört, soll es überlesen.“
Das ist, als würde ein Maurer ein Haus mit 20 cm Gefälle errichten und auf Beschwerden erwidern: „Wen es stört, soll es übersehen.“
Was sagt diese Grundhaltung über den Autor aus? Und warum würde ein Maurer mit einer vergleichbaren Einstellung nicht lange in seinem Gewerbe überleben?
Es verdeutlicht das Problem, dass viele Indie-Autoren das Schreiben nicht als professionelles Handwerk begreifen. Die Devise lautet: Schreiben kann jeder, schließlich lernt man es in der Grundschule. Eine ähnliche Vorstellung haben viele Laien auch von anderen Kunstbereichen, zum Beispiel dem Gesang. Aus diesem Grund blamieren sich seit Jahren talentfreie Kandidaten im Casting von „Deutschland sucht den Superstar“ und verewigen sich zur Schadenfreude der Nation auf YouTube.

Menschen wird eine öffentliche Plattform für ein Handwerk geboten, von dem sie nichts verstehen. Dabei fehlt ihnen das Bewusstsein, dass es sich überhaupt um ein Handwerk handelt, das man über viele Jahre erlernen muss. Niemand würde sich zutrauen, eine Herz-OP durchzuführen, wenn er nicht Medizin studiert und die entsprechende Ausbildung absolviert hätte. Aber viele sehen sich in der Lage, einen Roman zu verfassen, obwohl sie sich nie mit der Theorie des kreativen Schreibens beschäftigt haben.

Das Schreiben unterscheidet sich nicht von anderen Berufen wie der Chirurgie, Malerei, Komposition oder Bildhauerei: Es sind Handwerke, die eine jahrelange Ausbildung erfordern, ehe man sie professionell beherrscht. Die meisten erfolgreichen Berufsautoren haben schon im Kindesalter mit dem Schreiben begonnen und sich seitdem bewusst weiterentwickelt. Das Üben beginnt an der Text-Oberfläche mit Rechtschreibung und Zeichensetzung. Wer schon dort massive Schwächen hat, sollte diese erst beheben, ehe er sich Füllwörtern, Adjektiven, Speech Tags und anderen Stilfragen zuwendet.

Fazit: Kreatives Schreiben ist ein Handwerk, das erlernt sein will. Am Anfang steht die Erkenntnis, dass eine Entwicklung überhaupt notwendig ist. Nur wer über Jahre hart an sich arbeitet und (konstruktive) Kritik annimmt, wird einmal in der Lage sein, fehlerlose und lesenswerte Texte zu verfassen. Der Autor, der seine Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler mit „Wen es stört, soll es überlesen“ abwiegelt, wird in zehn Jahren noch genauso fehlerhaft schreiben.







Sonntag, 9. Februar 2014

Schreibblockaden und fehlende Motivation

Vor zwei Dingen ist wohl niemand beim Schreiben gefeit: Schreibblockaden und fehlende Motivation.

Wenn man nicht so recht vorankommt, sollte man eine Pause einlegen und Abstand gewinnen. Manchmal ist man einfach arbeitsblind, und ein Tapetenwechsel kann Wunder wirken. Außerdem sollten unbedingt die Grundbedürfnisse gestillt sein, bevor man sich ans Schreiben macht, sprich: Man sollte ausgeschlafen sein und keinen knurrenden Magen haben. Es ist auch wichtig, genug zu trinken, da die Konzentration ansonsten rasch nachlässt. Man braucht einen klaren Kopf und sollte keine Sorgen und Probleme mit sich herumschleppen. Das alles wirkt nämlich sehr ablenkend und hemmt die Kreativität und Fantasie.

Was die Motivation betrifft, so halte ich ein festes wöchentliches Schreibpensum für notwendig, an das man sich strikt hält. Das können zum Beispiel 1.000 Worte sein. Man braucht feste Zeiten, zu denen man schreibt und sich durch nichts ablenken lässt. Man kann nicht zwischen Tür und Angel schreiben, sondern braucht Ruhe und Isolation (zumindest geht es mir so). Das heißt, man muss Ablenkungen jeder Art gezielt vermeiden, z. B. Facebook, ein laufender Fernseher, ein Handy, das ständig klingelt usw. Wenn man sich zum Schreiben hinsetzt, wird nicht gechattet, telefoniert, ferngesehen, aufgeräumt, gegessen oder sonst etwas getan, das nichts mit dem Schreiben zu tun hat. Es wird geschrieben. Punkt. Es ist ganz normal, dass man sich nicht hinsetzt und sofort voller Inspiration in die Tasten haut. Man braucht eine gewisse Anlaufzeit, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Wenn man jedoch einmal das Loch im Papier gefunden hat, schreibt sich der Text oft wie von selbst.

Manchmal werde ich gefragt, wie man eine Geschichte so mit Details anfüttert, dass sie glaubwürdig und authentisch wirkt. Meine Antwort lautet: Bei der ersten Niederschrift gar nicht.
Anfangs geht es darum, so viel Text wie möglich zu Papier zu bringen und so weit wie möglich in der Geschichte voranzukommen. Hierbei ist es wichtig, dass man keine Zeit mit Feinschliffen und Einzelheiten verliert, die man in einem frühen Stadium der Geschichte ohnehin immer wieder ändern würde. Details fließen im Zuge der Überarbeitung in den Text ein, die erst in einem sehr viel späteren Arbeitsschritt erfolgt. Man sollte zwar eine möglichst genaue Handlungsskizze erarbeiten, bevor man überhaupt mit dem Schreiben beginnt, denn auf diese Weise hat man einen klaren Fahrplan, und es werden am Ende weniger Nachkorrekturen nötig sein. Aber es ist unmöglich, den Plot bis ins Detail am Reißbrett zu entwerfen. Seid also unbesorgt, wenn der erste Textentwurf noch weit von der Druckreife entfernt ist - das ist ganz normal.  

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesen Tipps ein wenig weiterhelfen, und wünsche euch noch viel Spaß und Inspiration beim Schreiben.

Das Thema am nächsten Sonntag: Füllwörter, Adjektive und Speech Tags. 

Samstag, 1. Februar 2014

Über 100 E-Books im Januar! :)

Nach dem tollen Dezember wurde "Die Heilanstalt" auch im Januar über 100 Mal als E-Book heruntergeladen. Es gab sogar eine kleine Steigerung zum Vormonat. Wenn das kein Grund zur Freude ist! :)

Natürlich hätte ein bekannter Autor für diese Verkaufszahlen nur ein müdes Lächeln übrig. Aber jeder fängt ja mal klein an, und ich freue mich nach wie vor über jeden einzelnen Verkauf! Das Schreiben und Netzwerken macht mir unverändert großen Spaß, und schon bald werde ich euch ein neues Buch vorstellen können.

Euch allen noch ein schönes Wochenende und liebe Grüße! :)

Simon